6 Beleuchtungstechniken, um Ihre Videos zu verbessern | Artlist
6 grundlegende Beleuchtungstechniken für Vlogger 6 grundlegende Beleuchtungstechniken für Vlogger 6 grundlegende Beleuchtungstechniken für Vlogger 6 grundlegende Beleuchtungstechniken für Vlogger 6 grundlegende Beleuchtungstechniken für Vlogger

Highlights

Als Beleuchtung für YouTube-Videos ist von natürlichem Tageslicht bis hin zu einem Setup mit 4 Leuchten vieles möglich: Das Ziel ist, ein stimmiges und professionell wirkendes Video zu produzieren
Eine günstige und einfache Form von Beleuchtung stellt ein Ringlicht dar
Ein paar Modifikatoren genügen bereits, um für kleines Geld ein gutes Beleuchtungs-Setup für Ihren Vlog aufzubauen

Inhaltsverzeichnis

Einführung in die Vlog-Beleuchtung

Die Beleuchtung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg eines Videos. Wenn Sie als Vlogger versuchen, sich eine Followerschaft aufzubauen, ist es wichtig, dass Ihr Video professionell und einheitlich aussieht. Man könnte meinen, dass man ein kleines Vermögen für seine Vlog-Beleuchtung ausgeben muss, doch in Wahrheit kann man auch mit sehr bescheidenen Mitteln hervorragende Ergebnisse erzielen. Hier sind 6 verschiedene Beleuchtungsmöglichkeiten für Vlogs, die Ihnen dabei helfen werden, ein ansprechendes Video zu erstellen.

Sollte ich mir spezielle Beleuchtungstechnik kaufen?

Wenn Sie sich fragen, ob Sie wirklich eine spezielle Beleuchtung für Ihren Vlog benötigen, lautet die kurze Antwort: Nein, die brauchen Sie nicht. Es spricht nichts dagegen, Ihre Videos mit Leuchten zu beleuchten, die Sie zu Hause haben. Wenn Sie eine heimelige oder gemütliche Atmosphäre schaffen wollen, bietet sich eine Mischung aus Tischlampen, Stehlampen und Lichterketten an.

Die ausführlichere Antwort aber lautet: Der Kauf spezieller Leuchten ist die beste Option und bietet vielseitige Möglichkeiten, wenn Sie Ihren Vlog „aus einem Guss“ erscheinen lassen wollen. Selbst die Investition in nur eine Leuchte wird Ihnen helfen, Ihre YouTube-Beleuchtung enorm aufzuwerten.

Verwendung von 1 Leuchte

Wenn Ihr Budget nur für eine Leuchte für die Beleuchtung Ihrer Videos ausreicht, ist die beste Option wahrscheinlich ein Ringlicht.

Vorteile eines Ringlichts

  • Kostengünstig
  • Leichter Aufbau
  • Gleichmäßige Ausleuchtung
  • Reduzierung unschöner Schatten
  • Erzeugung attraktiver Lichtreflexe in den Augen

Ringleuchten lassen sich ganz einfach verwenden: Sie werden um die Kamera herum positioniert. Sie können Ringlichter sehr günstig kaufen. Für etwas mehr Geld können Sie allerdings Leuchten erwerben, bei denen sich verschiedene Farbtemperaturen und variable Intensitäten einstellen lassen.

Verwendung von 2 Leuchten

Für eine 2-Punkt-Beleuchtung benötigt man ein Führungslicht (Key Light) und ein Fülllicht (Fill Light). Das Führungslicht ist Ihre Hauptlichtquelle für die Szene, während das Fülllicht in geringerer Helligkeit dazu dient, die Schatten auszugleichen. Wenn es Ihnen schwer fällt, eine dritte Leuchte für Ihre 3-Punkt-Beleuchtung zu finden, dann versuchen Sie es mit zwei. Aber Vorsicht: Wenn Sie nicht aufpassen, kann es so aussehen, als würden Sie vor einem dunklen Hintergrund schweben!

Ein 2-Punkt-Setup bietet sich an, wenn Sie eine Beleuchtung mit Gegenlicht (Backlight) möchten, ohne dass dabei unbedingt eine Silhouette entsteht. Indem Sie das Gegenlicht mit einem Fülllicht abstimmen, können Sie den Lichteffekt beibehalten, ohne dass Ihr Gesicht in den Schatten fällt.

Bei einer 2-Punkt-Beleuchtung fragen Sie sich vielleicht, ob Softbox oder Schirm zum Einsatz kommen sollte. Was ist besser? Darauf gibt es keine eindeutige Antwort: Manche Leute bevorzugen Schirme wegen der enormen Streuung des sehr weichen Lichts, während andere die bessere Kontrolle, aber immer noch die Weichheit der Softbox bevorzugen. Wichtiger als die Frage, ob Sie Schirme oder Softboxen benötigen, ist, den Unterschied zwischen hartem und weichem Licht zu kennen.

Beim Erzielen einer High-Key- und Low-Key-Beleuchtung könnte eine Lichtquelle völlig ausreichen, um ein Low-Key-Setup zu erzielen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn Sie nachts Aufnahmen machen und eine Straßenlaterne als Führungslicht verwenden. Für eine High-Key-Beleuchtung ist die Verwendung von zwei Leuchten mit einem Fülllicht, das nur halb so stark wie das Führungslicht ist, und hellen weißen Wänden, an denen das gesamte Licht reflektiert wird, perfekt.

Die 3-Punkt-Beleuchtung

Die 3-Punkt-Beleuchtung ist das wichtigste Setup in jedem Foto- oder Filmstudio. Sie lässt sich relativ leicht konfigurieren, ist aber vielseitig und schmeichelhaft. Wenn Sie sich als Vlogger einen Namen machen wollen, können Sie Ihren Videos damit auch den letzten Schliff geben.

Die 3-Punkt-Beleuchtung

Die 3-Punkt-Beleuchtung besteht aus drei Leuchten: dem Führungslicht, dem Fülllicht und dem Gegenlicht, das die Person von hinten beleuchtet und somit vom Hintergrund abhebt. Das Gegenlicht wird manchmal auch als Haarlicht oder Kantenlicht bezeichnet.

Beim Aufbau wird das Führungslicht in einem Winkel von 45° zur Kamera aufgestellt, entweder links oder rechts, auf Augenhöhe der Person. Das Fülllicht befindet sich auf der anderen Seite der Kamera im gleichen Winkel und in der gleichen Höhe wie das Führungslicht. Als Faustregel gilt, dass das Fülllicht die halbe Intensität des Führungslichts hat. Es ist allerdings nicht unbedingt notwendig, ein echtes Licht als Fülllicht zu verwenden; manchmal genügt auch ein Reflektor. Das Gegenlicht schließlich befindet sich auf der gleichen Seite der Kamera wie das Führungslicht, aber hinter dem Vlogger und zur Kamera ausgerichtet.

Eine Softbox stellt eine vielseitige Option für die 3-Punkt-Beleuchtung dar. So erhalten Sie schönes, weiches Licht, können es aber auch lenken. Schauen Sie sich unbedingt auch eine Fresnel-Leuchte an. Die Möglichkeit, zwischen Scheinwerferlicht und Flutlicht zu wechseln, ist sehr nützlich.

Sonnenlicht

Sonnenlicht ist gratis und definitiv eine Lichtquelle, die Sie nicht außer Acht lassen sollten. Am einfachsten lässt sich das Sonnenlicht nutzen, wenn Sie während der Aufnahme in ein sonniges Fenster schauen. Allerdings müssen Sie bedenken, dass sich die Farbtemperatur des Sonnenlichts im Laufe des Tages ändert. Daher ist es ratsam, immer etwa zur gleichen Zeit zu filmen, um ein einheitliches Farbergebnis zu erzielen.

Sie können natürliches Licht nutzen, indem Sie einige Modifikatoren einsetzen, die Ihnen zu einem einheitlichen und professionellen Bild verhelfen werden. So lässt sich etwa ein Reflektor verwenden, um Licht auf eine Szene zurückzuwerfen und als Fülllicht harte Schatten zu reduzieren. Ein Scrim oder Diffusor kann zu grelles Sonnenlicht abschwächen. Sie funktionieren sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, Sie müssen sich also keine Gedanken darüber machen, ob Sie drinnen einen Reflektor oder draußen ein Scrim aufstellen wollen.

4-Punkt-Beleuchtung

Eine 4-Punkt-Beleuchtung hat die gleiche Ausgangsbasis wie eine 3-Punkt-Beleuchtung – Führungslicht, Fülllicht und Gegenlicht – und wird durch Hintergrundlicht ergänzt. Dies ist eine Leuchte, die speziell dazu dient, den Bereich hinter Ihnen, dem Vlogger, zu beleuchten. Diese vierte Lichtquelle dient dazu, eine gewisse Trennung zwischen Ihnen und dem Hintergrund zu schaffen, lässt sich aber auch für einige interessante Effekte nutzen. Sie könnten etwa mit einem Gobo ein Muster auf die Rückwand werfen oder mittels einer kleinen Leuchte dem Hintergrund einen Farbakzent verleihen. Ja, diese Vlog-Beleuchtungstechnik ist intensiver als die anderen, aber kann Sie wirklich von Ihrer Konkurrenz abheben.

4-Punkt-Beleuchtung

Zusammenfassung

Die Vlog-Beleuchtung, die für Sie funktioniert, ist für Sie optimal. Vielleicht ist es natürliches Licht mit ein paar Reflektoren, oder vielleicht ist es die 3-Punkt-Beleuchtung. Bedenken Sie aber stets, dass Ihre Zuschauer bei jedem Video dasselbe Maß an Professionalität erwarten. Legen Sie daher besonderen Wert auf die Beleuchtung!

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Über den Autor

Daniela ist Autorin und Redakteurin und lebt in Großbritannien. Seit 2010 liegt ihr Schwerpunkt im Bereich Fotografie. In dieser Zeit hat sie drei Bücher geschrieben und an vielen weiteren mitgewirkt, war Redakteurin zweier Websites, hat Tausende von Artikeln für zahlreiche Online- und Print-Zeitschriften verfasst und leitet die Photocritic Photography School.
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